15 Hightech im Steinbruch

Umweltfreundliche Produktion in Bad Deutsch-Altenburg

 

Bad Deutsch-Altenburg Er ist wohl ohne Übertreibung das älteste bestehende „Unternehmen“ in der gesamten österreichischen Ostregion – der traditionsreiche Steinbruch am Pfaffenberg in Bad Deutsch-Altenburg. Schon die Römer begannen, am Fuße des Pfaffenberges dolomitischen Kalkstein für ihre Siedlungen abzubauen. Seit 1886 befindet sich das Gebiet im Besitz der Familie Hollitzer, und ab dem Jahr 1906 wird der Steinbruch für die Schottergewinnung genutzt. 2015 wurde der Betrieb durch die CemexÜbernahme ein Teil der Rohrdorfer Gruppe.

 

Der Bad Deutsch-Altenburger „Hollitzer“ ist einer der bedeutendsten Steinbrüche Österreichs und versorgt vor allem Wien und Niederösterreich mit mineralischen Baustoffen wie Sand, Splitt, Schotter und Wasserbausteinen. Kurze Transportwege reduzieren nicht nur Kosten, sondern sind auch ein wichtiger Faktor in Sachen Umweltschutz.

 

Rund 50 % der Produkte gehen an die Asphaltindustrie zur Herstellung von Autobahnen, Schnellstraßen, Bundes- und Landesstraßen sowie Landepisten am Flughafen. Die andere Hälfte sind sogenanntes Grädermaterial für den Unterbau von Straßen, Plätzen und Wegen sowie Material zum Bahnbau wie Gleisschotter.

 

Im vergangenen Jahrzehnt wurden im Steinbruch eine ganze Reihe wichtiger Umweltmaßnahmen umgesetzt und Investitionen von mehr als 15 Millionen Euro in moderne Produktionsanlagen geleistet. Die Anlagen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und produzieren umweltschonend. Die Aufbereitungsanlagen werden mittels Strom betrieben, wodurch der Verbrauch an Treibstoff im Steinbruch auf ein Minimum gesenkt werden konnte. Die Sieb- und Brechmaschinen verfügen über eine automatische Entstaubung – anfallender Staub wird abgesaugt und in einem Silo eingelagert.

 

Nichtsdestotrotz stellt Rohstoffgewinnung in unmittelbarer Nähe zu Nachbarn und Gemeinden immer wieder eine Herausforderung für den Gewinnungsbetrieb dar. Deshalb ist es der Rohrdorfer Gruppe ein besonderes Anliegen, die Abbautätigkeit im Einklang mit Interessen der Anrainer umzusetzen. Intensive Bemühungen zur Optimierung der Sprengtechnik konnten bereits umgesetzt werden. Bei der Zweireihensprengung wird der Sprengstoff am tiefsten Punkt des Bohrlochs gezündet. Dadurch kann der Schalldruck kaum entweichen, es kommt somit zu einer dauerhaften Lärmverringerung und zu einer deutlich merkbaren Reduktion der Erschütterungen. Des Weiteren konnte dadurch auch die Anzahl der Sprengungen deutlich verringert werden.

 

Ein brisanter werdendes Thema sind die Staubemissionen, die aufgrund der immer heißeren, trockenen Witterung verstärkt auftreten. Um dem Problem Herr zu werden, wurden 2018 bereits umfangreiche Staubschutzmaßnahmen eingeleitet. Die Verkehrsführung im Betrieb wurde angepasst, eine automatische Bewässerungsanlage installiert sowie weitere Zwischenbegrünungen um die Aufbereitungsanlagen angelegt. Zusätzlich widmet sich ein Mitarbeiter durchgehend der Bewässerung aller Fahrwege. Weitere Verbesserungsmaßnahmen sind zurzeit in der Planungsphase. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde im Rahmen eines Beitrages des ORF Niederösterreich dokumentiert. Das Kamerateam filmte am 25. September und konnte sich in Gesprächen mit der Geschäftsführung und Betriebsleitung über die Produktion von Gesteinskörnungen und die Staubschutzmaßnahmen informieren.

 

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