„Man spürt den Zusammenhalt im Team“
Sechs Fragen an Kathrin Blaha, die bei Geosystems Spezialbaustoffe ihre Bachelor Abschlussarbeit schreibt

Frau Blaha, Sie haben vor einigen Wochen Ihre Bachelorarbeitsstelle bei der Geosystems Spezialbaustoffe GmbH, die zu Rohrdorfer gehört, gestartet. Wie sind Sie auf Rohrdorfer gekommen?
Ich war aktiv auf der Suche nach einer Bachelorarbeitsstelle. Rohrdorfer ist der größte Zement- und Betonproduzent in der Region Rosenheim, daher war mir der Name natürlich ein Begriff. Markus Gretz, mein betreuender Professor von der TH Rosenheim, kennt den Geosystems Geschäftsführer, Dr. Holger Maurer, gut und hat mir den Kontakt vermittelt. So kam der Draht zu Rohrdorfer zustande. In einem Gespräch zu dritt mit Franziska Maier, die ebenfalls bei Geosystems arbeitet, haben wir gemeinsam das Thema meiner Bachelorarbeit festgelegt.
Können Sie uns bitte ihre Ausbildungsstationen schildern?
Ich habe eine praktische Lehre als Zimmerin im Holzbau gemacht und danach Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Rosenheim mit Schwerpunkt Holzbau studiert. Allerdings beschäftigt man sich auch mit Fächern wie Stahlbau, Massivbau, Grundbau und Geotechnik. Und genau das waren dann auch die Fächer, die mich am meisten interessiert haben – vor allem Baustofftechnik und Massivbau. Und so bin ich dann draufgekommen, dass ich meine Bachelorarbeit gerne im Bereich Betontechnik schreiben würde.
Was untersuchen Sie in Ihrer Bachelorarbeit?
Es geht um den Einsatz von Pyrolysekohle (Pflanzenkohle) in Betonsuspensionen fürs Düsenstrahlverfahren – mit dem Ziel, Beton klimafreundlicher zu gestalten und in manchen Fällen sogar klimapositiv zu machen. Da muss überprüft werden, wie viel Prozent Pflanzenkohle als Zusatz sinnvoll sind oder bei welchem Anteil an Pflanzenkohle die nötigen bauphysikalischen Gegebenheiten noch gegeben sind.
Dazu führe ich im Labor Prüfreihen durch und erfasse die Ergebnisse; nachmittags analysiere ich die Daten, erstelle Tabellen und Diagramme und schreibe direkt an der Bachelorarbeit mit. Die Arbeit gliedert sich in einen Definitions-Teil. Danach folgen die Prüfungen, Auswertungen und der Ausblick.
Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?

Vormittags bin ich im Labor, um Tests durchzuführen, Messdaten aufzunehmen und Proben vorzubereiten. Nachmittags wende ich mich der Auswertung zu: Zahlen in Tabellen eintragen, Diagramme erstellen und die Ergebnisse schriftlich festhalten. Parallel schreibe ich an der Bachelorarbeit und halte die Ergebnisse fest, damit sich Theorie und Praxis sinnvoll verbinden.
Was gefällt Ihnen bei Rohrdorfer am besten?
Das Klima hier ist ausgesprochen angenehm – sehr familiär und unterstützend. Es gibt feste Ansprechpersonen, sowohl im Labor als auch im Büro, was eine wertvolle Orientierung bietet. Die Vielfältigkeit des Baustoffbereichs mit den verschiedenen Sparten und die spartenübergreifende Zusammenarbeit machen den Arbeitsalltag spannend. Man spürt den Zusammenhalt im Team, und auch der fachliche Austausch unter den verschiedenen Abteilungen, der manchmal auch ganz spontan in der Kantine stattfindet, liefert ständig neue Impulse.
Wie sehen Sie Ihre Zukunft nach dem Studium?
Ich plane auf jeden Fall einen Master, idealerweise mit der Vertiefung Geotechnik/Tunnelbau. Danach könnte ich mir gut vorstellen, in der Baustoffindustrie oder in der Bauleitung zu arbeiten – die Praxisnähe reizt mich, und ich habe hier oft nahen Bezug zum Handwerk. In Rohrdorfer sehe ich die Möglichkeit, weiter an relevanten Baustoffthemen zu forschen und wertvolle Erfahrungen in einem etablierten, innovativen Unternehmen zu sammeln.





