CO₂-Rückgewinnung: Abscheidemenge der Rohrdorfer Pilotanlage verdoppelt
Rohrdorf, 10. August 2026 – Rohrdorfer hat die Leistung der Pilotanlage zur CO₂-Abscheidung im Zementwerk Rohrdorf auf bis zu 99 Prozent erhöht. Statt bisher 900 kg täglich können nun bis zu zwei Tonnen CO₂ pro Tag abgeschieden werden. Möglich wird dies durch eine zweite Absorptionskolonne, die im März erfolgreich eingebaut wurde. Die zweite Kolonne ist direkt hinter der ersten installiert. Das Rauchgas durchströmt die Kolonnen hintereinander und hat dadurch mehr Kontaktzeit mit der darin enthaltenen Aminwaschlösung. Die mit CO₂ beladene Aminwaschlösung wird am Boden der Kolonnen zur Regeneration abgezogen. Anschließend wird die Lösung gereinigt und mehrfach wieder verwendet.
Sauerstoffentzug erhöht Lebensdauer der Aminwaschlösung
Um die CO₂-Qualität zu verbessern und den Lebenszyklus der Waschlösung weiter zu erhöhen, kommt seit Anfang Juli ein Oxystripper der Firma ANDRITZ zum Einsatz. Dieser entfernt den physikalisch gebundenen Sauerstoff aus dem Amin, indem er ein Vakuum erzeugt. Gleichzeitig kann mit weiteren Optimierungsschritten die Sauerstoffkonzentration signifikant vermindert werden. So bewirkt der Oxystripper eine Reduktion der Sauerstoffkonzentration um rund 90 Prozent.
Deutliche Annäherung an Anforderungen für CO₂-Speicherung
„Seit Inbetriebnahme der Abscheideanlage arbeiten wir konsequent daran, Leistung und Energieeffizienz der Anlage weiter zu steigern. Mit der zweiten Kolonne und dem Oxystripper haben wir dabei einen wichtigen Meilenstein erreicht. Zugleich ist es uns gelungen, die CO₂-Qualität durch diese Maßnahmen gezielt weiter zu verbessern und uns den sehr herausfordernden Anforderungen für eine Einspeicherung deutlich anzunähern“, freut sich Christian Räthel, Leiter CCUS beim Rohrdorfer Net Zero Emission-Team.






