CO₂-reduzierte Betonproduktion: Rohrdorfer weitet Nutzung künstlicher Intelligenz für Betonoptimierung aus

Rohrdorf, 26. August 2026 – Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Hebel, um den CO₂-Fußabdruck von Transportbeton zu senken und die Produktqualität konstant zu halten. Seit Herbst 2022 nutzt Rohrdorfer Transportbeton (RTB) die KI-Lösung von Alcemy. Ein Pilotprojekt bei RTB Chiemgau konnte erfolgreich abgeschlossen und die Optimierungsziele konnten erreicht werden. Aufgrund dieser positiven Erfahrung kommt die Alcemy-Lösung ab August 2026 nun auch bei RTB Freising-Erding zum Einsatz.
Die RTB in Freising-Erding ist eine der größten Rohrdorfer Transportbeton-Gesellschaften. Die Kundenanforderungen im Liefergebiet, das den Flughafen München und das nordöstliche Münchner Umland einschließt, sind hoch. Es gibt viele ambitionierte und architektonisch anspruchsvolle Projekte. Oft wird Sichtbeton gewünscht. Anfahrtswege sind durch hohes Verkehrsaufkommen oft nicht planbar oder deutlich länger als geplant. Diese und andere Faktoren machen es schwierig, die Betonqualität konstant zu halten.
Alcemy Roll-out bei RTB Freising-Erding
Um Variablen besser vorhersagen und ausgleichen zu können, kommt Alcemy zum Einsatz. Von der Produktion im Transportbetonwerk bis zur Übergabe auf der Baustelle überwacht Alcemy durchgängig die Betonqualität. Frischbetoneigenschaften und gegebenenfalls Veränderungen des Betons werden präzise erfasst und dokumentiert. Der kontinuierliche Abgleich gemessener Daten mit Ergebnissen von Laborprüfungen sowie KI-gestütztes Lernen ermöglichen die präzise Vorhersage der Qualität des Endproduktes bereits während der Herstellung.
Bis September soll der erste Teil der Fahrmischerflotte mit Sensorik ausgerüstet und vier Transportbetonwerke an Alcemy angebunden sein. Zum Jahreswechsel ist der komplette Fuhrpark digitalisiert und das Datenmodell mit Sensordaten trainiert. Im Anschluss startet die kennzahlenbasierte Optimierung wesentlicher Rezepturen auf Basis von KI-gestützten Vorschlägen.

Beton mit bis zu 15 kg weniger CO₂ pro Kubikmeter
„Unsere Erfahrung aus dem Pilotprojekt zeigt, dass die KI die optimalen Bedingungen nach wenigen Monaten errechnet hat. Wir erwarten daher, im Laufe des kommenden Jahres die Prozesse entsprechend optimieren zu können“, sagt RTB-Spartenleiter Alexander Mangstl. Mit den online übermittelten Daten können unsere Mischmeister Produktschwankungen nahezu in Echtzeit erkennen und entsprechend gegensteuern.
Aufgrund der bisher gewonnenen Erkenntnisse rechnet er damit, dass zugleich auch eine signifikante Reduktion des Zementanteils im Transportbeton möglich wird. „Unser Ziel ist, Beton mit bis zu 15 kg weniger CO₂ pro Kubikmeter zu produzieren und gleichzeitig unsere Produktqualität zu verbessern. Mit KI-Unterstützung rückt dieses Ziel für uns in greifbare Nähe.“



