Neue Brecheranlage im Steinbruch Ebensee in Betrieb gegangen
Ebensee, 28. Mai 2026 – Rohrdorfer hat im Steinbruch Ebensee eine neue Brecheranlage in Betrieb genommen. Bei der Anlage handelt es sich um eine Spezialanfertigung des Schweizer Herstellers GIPO, bestehend aus einer raupenmobilen Backenbrecheranlage des Typs GIPO B 1490 und einer kufenmobilen Aufgabeeinheit vom Typ KA 40m³. Die Neuanschaffung erfolgte als Ersatz für den vorherigen Brecher, der rund 30 Jahre im Einsatz war und aufgrund von zunehmendem Wartungsbedarf ineffizient geworden war. Die neue Anlage bricht bis zu 600 Tonnen Gesteinsmaterial pro Stunde und sichert die effiziente und nachhaltige Rohstoffversorgung des Rohrdorfer Zementwerks in Gmunden.
Vollautomatischer Betrieb erhöht Effizienz und Sicherheit
Seit der Inbetriebnahme Anfang März 2026 konnten die Integration des Brechers in das bestehende System erfolgreich umgesetzt und erste Schritte zur Effizienzsteigerung durchgeführt werden. Peter Fürhapter, Leiter des Zementwerks Gmunden, ist zufrieden mit den Verbesserungen: „Wir können nicht nur mehr Material schneller und leiser verarbeiten, auch die Sicherheit unserer Mitarbeitenden erhöht sich, da der Brecher überwiegend vollautomatisch läuft. Wir müssen nur noch punktuell zur Wartung und Reinigung eingreifen.“
Die Anlage wird täglich sechs Stunden in Betrieb sein. Dank der Raupenmobilität wird eine Standortverlagerung im Steinbruch nach Bedarf möglich, was die Transportwege des Rohmaterials innerhalb des Steinbruchs verkürzt. Nach dem Brechen wird der Kalkstein über das bestehende Förderbandsystem ins Tal transportiert und von dort per Bahn nach Gmunden ins Zementwerk transportiert.
Anspruchsvolle Installation im Steinbruch
Die Errichtung der Anlage dauerte von Sommer 2025 bis Frühjahr 2026, verlief unfallfrei und im vorgegebenen Zeitplan. Die Anlieferung der Komponenten erfolgte per Bahn zum Steinbruch Ebensee. Von dort mussten die Materialien auf 725 Meter Seehöhe transportiert werden. Aufgrund seiner Mobilität konnte der Brecher diese Strecke selbst zurücklegen. Die restlichen Teile wurden per Lkw transportiert.
Lärmschutzwände und eine Besprühungsanlage zur Staubbindung sorgen dafür, dass Umwelt und Anwohner so wenig wie möglich vom Betrieb beeinträchtigt werden. Insgesamt wurden rund 200 Tonnen Stahl verbaut, circa 90 in der Aufgabeeinheit und 110 im Brecher. Die Gesamtinvestition belief sich auf rund 3,5 Millionen Euro.











