Produktinnovation: Der Münchner Flachbordstein von Betonwerk Linden 

Hebertsfelden, 17. Juli 2026 – In München wurde erstmals der von Betonwerk Linden und dem Baureferat München gemeinsam entwickelte Münchner Flachbordstein eingesetzt. Ziel war es, entlang der südlichen Tegernseer Landstraße eine 300 Meter lange Lücke im Radweg zu schließen und Radfahrer sicher vom Autoverkehr zu trennen. Der Stein ist flach gebaut und lässt sich schnell und einfach verlegen, ohne das Straßenprofil umfangreich zu verändern. Derzeit ist er eine der kostengünstigsten Optionen für die Abtrennung von Radspuren. 

Versuchsfläche in der Entstehung Anfang Mai 2025.

Die Bauteile bilden eine durchgehende, bauliche Grenze zwischen Kfz- und Radverkehr, haben aber eine geringere Bauhöhe als herkömmliche Bordsteine. Dadurch bleiben Radfahrerinnen und Radfahrer nicht mit den Pedalen hängen. Einsatzfahrzeuge, wie etwa die Feuerwehr, können die Bordsteine bei Bedarf überfahren, was die Mobilität aller Verkehrsteilnehmer erhöht. 

Klebeverbindung bringt Stabilität und Sicherheit 

Der Münchner Flachbordstein wird mit einem zementbasierten Kleber und einer speziellen Klebetechnik am Asphalt befestigt. Das System inklusive aller Komponenten, wurde von Betonwerk Linden innerhalb der Rohrdorfer Gruppe entwickelt. Bordstein und Klebeschicht können aufgrund der Materialähnlichkeit gemeinsam, als Betonbruch recycelt werden. 

Validierung und Testbetrieb zeigten zuverlässige Resultate 

Getestet wurde das System über fast ein Jahr im Werk Berglern, einem Produktionsstandort von BWL, nahe München. Unter freier Bewitterung, mit Lasten von Lastwagen und Radladern, hat der Flachbordstein seine Stabilität und Funktionsfähigkeit bewiesen – auch Frost, Schnee und Salz konnten der Bauweise nichts anhaben. 

Zeitersparnis durch einfaches Verlegen 

Für den Einbau sind einfache Werkzeuge ausreichend: Asphaltfräse, kleiner Bagger und Hilfsmittel, die auch vor Ort leicht zu handhaben sind. Dadurch konnten die Bauzeit deutlich reduziert und die Kosten niedrig gehalten werden. Der nächste Einsatz ist bereits geplant, zum Beispiel in der nördlichen Candidstraße vor der Brudermühlbrücke. 

Zusammengefasst bietet der Münchner Flachbordstein eine kostengünstige, robuste Lösung, um Radwege sicher vom Autoverkehr zu trennen.  Mit Blick auf Klima und Mobilität in der Stadt ist der Münchner Flachbordstein eine umweltbewusste Option. 


Videos: Der Münchner Flachbordstein im Härtetest

Die Bordsteine wurden im eingebauten Zustand über ein Jahr täglich von Lkw – wie hier gezeigt – überfahren.
Der Härtetest mittels Radladerschaufel stellt die maximale Belastung dar. Ein im Stadtverkehr eingesetzter Schneepflug hätte Dämpfer sowie am Räumschild vorhandene Dämpfer, die den „Aufprall“ abschwächen würden. Beim Radlader oder der Radladerschaufel gibt es diese Dämpfer nicht, das heißt, pure Kraft wirkt auf den Flachbordstein ein. Man sieht, wie der Stein abgeschabt wird, aber der Kleber zuverlässig hält.