Unkrautbekämpfung an der Wachtlbahnstrecke: Rohrdorfer Zementwerk stellt auf Heißdampf um

Erste Heißdampfbehandlung im Zeitraum zwischen 13. und 22. Juli geplant

Rohrdorf, 11.07.2022 – Das Rohrdorfer Zementwerk setzt ab sofort zur Unkrautbekämpfung an der Wachtlbahnstrecke Heißdampf ein. Nachdem Glyphosat in den letzten Jahren stark in die Kritik gekommen war, verzichtet das Unternehmen auf das umstrittene Mittel und testet den Einsatz von umweltschonendem Heißdampf. Die erste Heißdampfbehandlung des Gleisbettes soll voraussichtlich im Zeitraum zwischen 13. und 22. Juli stattfinden.

Die Wachtlbahn in Kiefersfelden verbindet den Steinbruch Thiersee mit dem Zementwerk Kiefersfelden. Beide Standorte gehören zur Rohrdorfer Unternehmensgruppe. Das Rohrdorfer Zementwerk ist als Betreiber des Steinbruchs Wachtl und der dazugehörigen Förderbahn zur Bekämpfung des Unkrauts entlang der Bahnstrecke verpflichtet. „Die Gleise der Wachtlbahn werden nur im Bedarfsfall genutzt. Wir müssen das Gleisbett dennoch regelmäßig von Baumsetzlingen und anderen tiefwurzelnden Pflanzen befreien, damit es nicht zerstört wird“, erklärt Anton Bartinger, technischer Leiter des Zementwerkes Rohrdorf. Vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft, und Forsten (AELF) in Rosenheim war der Einsatz von Glyphosat per Ausnahmegenehmigung erteilt worden, zumal es sich um die Verkehrssicherheit einer Gleisanlage handelt.

Längere Zeit hatte Rohrdorfer nach einer geeigneten und gleichzeitig wirkungsvollen Maßnahme gesucht und 2021 mit der Unkrautbekämpfung pausiert. Viele alternative Methoden der Unkrautbekämpfung bringen Gefahren mit sich. So kann etwa das Abflammen der Pflanzen in bebauten Gebieten Brände auslösen. Bei Rohrdorfer hat man sich daher für den Einsatz von Heißdampf entschieden, der zwar aufwändiger ist, da die Behandlung mehrmals erfolgen muss, aber keine schädlichen Auswirkungen auf die Umgebung hat. „Wir hoffen, mit dem Umstieg auf Heißdampf eine gute Lösung für alle gefunden zu haben und danken den Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis“, so Dr. Benjamin Geller, Werksleiter des Zementwerks Rohrdorf.

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