Umweltschutz-Investitionen im Zementwerk Hatschek zahlen sich aus

Gmunden, 12. Januar 2022 – Das neue Jahr beginnt für das Zementwerk Hatschek mit der jährlichen Routinewartung des Drehrohrofens. Noch bis 12. Februar 2023 steht der Ofen für die Erneuerung der feuerfesten Ofenausmauerung und zahlreiche weiteren Verbesserungsmaßnahmen still. Seit 2018 wurden 57 Millionen Euro im Werk investiert, um die Produktionsanlagen auf den neusten Stand der Technik und Umweltfreundlichkeit zu bringen. Rückblickend haben sich diese Investitionen in jeder Hinsicht gelohnt. Lärm-, Staub- und CO2-Emissionen sind deutlich zurück gegangen und sollen weiterhin laufend reduziert werden: Bis 2040 will das Werk Hatschek CO2-neutralen Zement produzieren.

Modernisierungen kommen Mensch und Umwelt zugute

Das Zementwerk Hatschek wurde 1908 von Ludwig Hatschek in Gmunden gegründet, gehört seit 2004 zur Rohrdorfer Unternehmensgruppe und versorgt überwiegend Oberösterreich mit Bindemitteln. 2018 und 2019 wurden 50 Mio. Euro in neue Produktionsanlagen und in ein, vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördertes Fernwärmeprojekt investiert. Die Fernwärme kommt seit der Fertigstellung 800 Haushalten in der Region zugute, was pro Jahr 3.800 Tonnen CO2-Emissionen einspart. 2021 und 2022 wurden weitere sieben Millionen Euro in eine neue Filteranlage, einen höheren Kamin sowie eine neue SCR-Pilotanlage investiert. Dank dieser Investitionen gehört das Werk Hatschek heute zu den modernsten, energieeffizientesten und umweltfreundlichsten Zementwerken weltweit.

Durch die Investitionsmaßnahmen konnten folgende positive Ergebnisse erzielt werden

  • Dank der neuen Produktionsanlagen können CO2-ärmere Rezepturen bei der Zementherstellung angewendet werden. Der CO2-Ausstoß ist verglichen mit dem Jahr 2018 um rund 50.000 Tonnen geringer.
  • Der Schlauchfilter, der seit Anfang 2021 in Betrieb ist, halbiert die Staubemissionen im Dauerbetriebund gewährleistet eine Entstaubung bei allen Betriebszuständen. Staub ist ein wesentlicher Geruchsträger, daher sorgt eine signifikante Verringerung der Staubemissionen für eine nachhaltige Geruchsminderung. Die Ergebnisse der Imissionsmessungen durch das Land Oberösterreich waren bei der letzten Messung 2021 „unauffällig“.
  • Die Erhöhung des Kamins von 69 Meter auf 91 Meter sowie eine geringere Austrittsgeschwindigkeit der Ofenabluft an der Kaminmündung sorgen für Lärmemissions- und Geruchsminderung – das Auftreffen von Rauchgasschwaden am Boden ist seitdem signifikant geringer.
  • In der neuen SCR-Pilotanlage werden die Möglichkeiten zur weiteren Stickoxidreduzierung der Abluft aus dem Produktionsprozess untersucht. Ziel ist, Stickoxide in der Abluft künftig möglichst vollständig zu vermeiden.

Die wichtigsten Ziele der Investitionsmaßnahmen sind neben Umweltschutz und Standortsicherung auch der Erhalt von Arbeitsplätzen in der Region. So waren die Maßnahmen Wegbereiter für die 2023 geplanten Innovationen, wie dem Bau einer neuen Pilotanlage, die erstmalig in einem Österreichischen Zementwerk Kohlendioxid (CO2) aus der Abluft zurückgewinnen und in einen Rohstoff umwandeln wird. Dank diesem und weiteren Innovationsprojekten, werden am Standort Gmunden ständig neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Das aktuell 120-köpfige Team soll bis Ende 2024 deutlich aufgestockt werden.

Peter Fürhapter, Leiter des Zementwerks Hatschek, resümiert: „Wir freuen uns, dass sich unsere Investitionen für Mensch und Natur auszahlen und sind uns bewusst, dass die Modernisierungsarbeiten mit einigen Unannehmlichkeiten für die Anwohner verbunden waren. Wir danken daher allen Bürgerinnen und Bürgern in der Region für Ihre Geduld.“

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